Jenni antwortet: Arbeitsalltag
By Jenni • 06. April 2008 • Category: Jenni antwortet •Mario fragt: Sers! Ihr habt nen echt tollen Blog wollt ich mal sagen und dann noch ne Frage stellen. Is vllt nur son Gefühl, aber bloggt ihr Frauen hier iwie weniger als die Männer? Kommt mir so vor… wenns stimmt, woran liegts? ![]()
Greetz, Mario
Jenni antwortet:
Danke erstmal für das Kompliment Mario, ich reiche es gerne an alle weiter
Sooo und nun zum Rest:
Als ich diese Frage in der Redaktionssitzung verlas, konnten sich die Männer ja ein dezentes Kichern nicht verkneifen. Schon seit Wochen vergleichen die Jungs ganz unauffällig ihre Beitragszahlen. Unbedarfte Mitarbeiterinnen würden dies Gebaren als typisch männlichen Schwanzvergleich abtun und dem nicht viel Bedeutung beimessen, aber wir wissen es besser. Denn den täglichen Schwanzvergleich haben die Männer ja schon immer als erste Amtshandlung auf dem Bloggeramt hinter sich gebracht.
Nein, dass und das DEZENTE Hinweisen auf den immer größer werden Abstand zwischen männlichen und weiblichen Beiträgen ist ihre gewohnt charmante Art uns mitzuteilen, wir sollten gefälligst mal den Arsch um die Ecken kriegen und was schreiben.
Wir brauchen uns nichts vor zumachen, Die Männer schreiben mehr. Aber wir Weiber kommen einfach nicht dazu. Ich meine, ich bin ja schon völlig damit beschäftigt, mich bei meiner Chefin einzuschleimen und hochzuschlafen arbeiten. Und dann muss ja auch noch so viel anderes erledigt werden:
So beginnt unser Arbeitstag erstmal mit einem Kräfte zehrenden Sektfrühstück im Büro der Chefin, wobei wir natürlich die ganze Zeit von einem Sklaven freien Mitarbeiter unser Wahl bedient werden. Schon hier beginnt jedoch die intensive Planung.
Beiträge und Themen müssen erdacht und deligiert werden. Wir müssen jeden Tag aufs neue einen Plan fassen, wie wir uns um die Veröffentlichung eines Beitrags drücken können. Zu fortgeschrittener und angeheiterter Stunde, will dann der neueste Büroklatsch erfasst und verwertet werden. Wer hat schon wieder was mit wem und wer hat eigentlich sowieso den Längsten und so… das Übliche eben.
Intrigen müssen geschmiedet werden und des Weiteren arbeiten wir natürlich jeden Tag intensiv an unserem geheimen Plan die gesamte Bloggosphäre zu übernehmen und ansprechend mit rosa Design und Erdbeerduft zu versehen.
Zu diesem Zeitpunkt ist meine Katja meist so verspannt, dass sie von mir eine ausgiebige Massage erhält, deren Einzelheiten ihr euch gerne selbst ausmalen könnt. Wenn dann aber die Toys in der Spülmaschine die erste Waschrunde des Tages drehen, müssen wir natürlich erstmal Mittag essen. Wobei uns der, der am Morgen den Kürzeren hatte selbstverständlich bekochen muss.
Nach diesem opulenten Mahl ist dann natürlich eine Mittagsstunde im herzförmigen Bett der Chefin Pflicht. Denn es heißt ja, nach dem Essen sollt du gammeln oder auch vernünftig rammeln oder so ähnlich.
Bei der nachfolgenden Massage und Wellnessstunde mit den zwei knackigen Kerlen aus der Buchhaltung werden dann die Finanzen und der Posteingang begutachtet, wobei wir meistens feststellen, dass wir zu wenig Geld haben und dass ich noch weniger Post habe.
Dann werden die neusten Budgetkürzungen herausgegeben und der Mitarbeiter bestimmt auserwählt, der in der Fußgängerzone mit der Sammeldose für den Ausbau unser Dildosammlung bedürftige Kaffeetassen sammeln muss darf.
Nachdem dass durch ist und in einem Generalappell den restlichen Mitarbeitern mitgeteilt wurde erholen wir uns bei einem kühlen Bier und den neuesten Filmen auf der Großbildleinwand von den Anstrengungen des Tages. Du siehst also lieber Mario, wir sind viel zu beschäftig, um auch noch Artikel zu schreiben.
In Wirklichkeit ist es natürlich so, dass Katja ganz viel arbeitet und ich ganz viel für die Uni zu tun habe und wenn wir mal Zeit haben sind wir schlicht und ergreifend faul oder unkreativ.1 Warum die Männer da mehr Disziplin haben als wir und auch dann noch Artikel schreiben, wenn sie sehr viel arbeiten müssen und an der Uni die Hölle los ist, kann ich dir leider nicht sagen, aber ich bin froh drum und ihnen dankbar dafür, sonst wär das nämlich ziemlich langweilig hier.
Popularität: 10% [?]
- oder beides [↩]


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Soso, so habe ich mir den Alltag in einem Magazinblog immer vorgestellt…
Ja, was hast du denn gedacht
Dass wir hier hart arbeiten und den Pulizerpreis anstreben, etwa? ^^