Kauf dir freundliche Feinde
By tobi • 21. March 2008 • Category: Politik •
Gewerkschaften sind die Interessenvertretung der Arbeitnehmer, zuständig unter anderem für die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden. Standardmäßig stehen also Gewerkschaften und Arbeitgeber mit ihren Verbänden auf unterschiedlichen Seiten der Arena, und das ist ja auch so gewollt.
Jetzt stelle man sich aber mal vor, ein Arbeitgeber findet die Gewerkschaften in seinem Wirtschaftsbereich irgendwie lästig, und entschließt sich, eine „eigene“ Gewerkschaft ins Leben zu rufen, eine die man schön mit leitenden Angestellten des eigenen Unternehmens auf Kurs halten kann, die sich nicht so auf aufsässig verhält und nur Forderungen stellt, die dem Arbeitgeber in den Kram passen. Klar, man muss halt ein paar Euro springen lassen, damit die Gewerkschaft nen guten Start hinlegt, aber wenn die Pseudo-Gewerkschaft danach beispielsweise nen geringeren Mindestlohn als die Konkurrenz-Gewerkschaften akzeptiert hat sich so eine kleine Investition von, sagen wir als fiktive Zahl mal, 130.000€ doch schnell amortisiert. Wäre doch ne prima Idee, oder? Ok, die anderen Gewerkschaften werden ein bisserl Sturm laufen, gegebenenfalls sogar vor Gericht ziehen, aber hey, das wird schon irgendwie klappen!
Ähnlichkeiten mit aktuellen Ereignissen sind rein zufällig, und umgesetzt wäre das Ganze eine riesige Schweinerei!
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Genau dieser Fall sollte man irgendwie bestrafen,wenn Arbeitgeber so handeln.
Es ist eigendlich nichts anderes als Betrug, finde ich, wenn ein Arbeitgeber eine Gewerkschaft gründet die genau das gleiche Fordert was der Arbeitgeber fordert.
Die Frage die sich mir hier stellt ist:
Welcher Arbeitnehmer geht dann in so eine Gewerkschaft?
Wenn natürlich die Gewerkschaft des Arbeitgebers ausschlaggebend für die Einstellung ist, sollte man so einen Betrieb nicht eher meiden?
schonmal arbeitslosenzahlen gesehen?