Jenni antwortet | Qualitätsmanagement
By Jenni • 08. March 2008 • Category: Jenni antwortet •Alex fragt: Hallo Jenni,
ich habe euren Blog und auch Deine Sektion mit dem Hinweis “CopperLane (von 5 guten Bloggern)” empfohlen bekommen. Nun frage ich mich, was macht eigentlich einen guten bzw. schlechten Blogger aus?
Jenni antwortet: Also, als erstes mag ich mich mal entschuldigen, dass ich Deine Frage erst jetzt beantworte. Ich war ein wenig im Stress.
Aaaber gerade deswegen werde ich mich jetzt voll und ganz Deiner Frage widmen, die mich ehrlich gesagt vor einige Probleme stellte. Denn was sag ich dazu jetzt. Klar könnte ich jetzt schreiben, “naja Geschmackssache” und “darüber lässt sich halt nicht streiten”, aber das wäre dann wohl doch etwas einfach.
Deswegen versuch ich mal zu erklären, was einen guten Blogger für mich ausmacht. Erstmal ist es sowieso so, dass ich zwei Arten von Blogs lese. Einmal die von Leuten, die ich kenne. Und die les ich auch, wenn da mal wochenlang Artikel kommen, die mich jetzt nicht so von Hocker reißen (was jetzt keine Abstufung sein soll, so von wegen ich lese gute Blogs und die von Leuten, die ich kenne, nicht dass das wieder Ärger gibt) . Aber es gibt eben auch noch Blogs, die ich nur lese, weil sie es irgendwie geschafft haben mich als Leser zu gewinnen und bei der Stange zu halten.
Nur wie? Jemand1 hat mal gesagt: “Musik beginnt mit der Stille davor und endet mit der Stille danach.” Und ganz ähnlich ist es mit einem guten Blogartikel. Der muss auf mich auch nach dem Lesen eine Auswirkung haben und noch so ein wenig nachschwingen, dann ist ein Artikel so richtig gut.
Und dabei meine ich jetzt nicht nur, dass ich über ein Thema nachgrüble, weil es mich beschäftigt, sondern es müssen Bilder und Emotionen hervorgerufen werden. Das kann mal etwas Lustiges sein, oder etwas Trauriges usw… . Natürlich gibt es zwischen “Mensch das ist ja klasse” und “buä.. schnell wegklicken” noch unendlich viele Abstufungen, das ist klar.
Aber ich denke je mehr Artikel eher in die erste Richtung schlagen, desto besser ist der Blogger. Ich hoffe ich konnte Dir da ein wenig weiterhelfen. Wobei so ganz zufrieden bin ich damit immer noch nicht. Vielleicht mag der ein oder andere Leser ja noch in den Kommentaren seine Meinung dazu äussern.
Lieben Gruß.
PS: Kurz vor Redaktionsschluss erreichte mich noch eine anonym eingereichte Frage, die ich relativ schnell in zwei Sätzen beantworten kann:
Warum stehen nicht mehr alle Schreiber unter “Wer schreibt”?
Das ist so, dass wir darüber länger diskutiert haben. Wir hatten erst gedacht, dass wir nur uns vier da stehen haben wollten,2 haben dann aber festgestellt, dass das irgendwie doch suboptimal ist, da ja so die Arbeit der Gastautoren nicht auf den Ersten Blick erkennbar ist und gewürdigt wird. Deswegen haben wir uns auf eine Kompromiss geeinigt, den ihr demnächst bestaunen könnt.
Popularität: 10% [?]


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Also das ist doch eine sehr gute Antwort und ich finde die Frage wird damit zufriedenstellend beantwortet. Vor allem finde ich es gut, dass du mit keinem Wort die Besucherzahlen oder Links oder Einnahmen erwähnt hast.
Was für mich noch einen guten Blogger ausmacht ist die Individualität. Die Beiträge sollten (meistens) so sein, dass der Leser gleich weiß, wo man gelandet ist, eine Art Wiedererkennungswert (denn nur so hält der Blogger die Leser).
Dass man mal ein Stöckchen dazwischen schiebt ist ja ok, aber man muss nicht alle Neuigkeiten, die gerade die Runde machen auch noch mit zwei Worten erwähnen. Wenn man was eigenes zuzufügen hat, ist das gut, aber sonst sollte man es lassen.
Auch wichtig finde ich, dass man sieht, dass das kein hingeschmierter Beitrag ist, sondern ein wenig Mühe dahintersteckt (das fängt mit der Überprüfung der Rechtschreibung an und hört mit weiterführenden Links auf).