Windows Vista wird günstiger
By Konna • 29. February 2008 • Category: IT und Technik •Über ein Jahr ist es schon her, dass Microsoft sein neues Betriebssystem Windows Vista auf den Markt gebracht hat. Über ein Jahr hat es gedauert, bis die Firma aus Redmond realisiert hat, dass sich das OS nur sehr langsam verbreitet und nicht wirklich gut angenommen wird. Das hat jedoch viele Gründe: Das System ist noch nicht fehlerfrei, es frisst deutlich mehr Ressourcen als XP und es ist einfach viel zu teuer. Auf den letzten Punkt hat Microsoft reagiert und die Preise für die Voll- und Upgradeversionen um bis zu 40 Prozent gesenkt.
So sinkt in Deutschland der Preis für die Vollversion von Home Basic von 230 auf 180 Euro und beim Upgrade von 120 auf 95 Euro. Vista Home Premium sinkt von 300 auf 220 Euro bzw. von 200 auf 120 Euro in der Upgradeversion. Und Vista Ultimate sinkt gar von 500 auf 310 Euro in der Vollversion und von 330 auf 220 Euro bei einer Upgradelizenz. Das Ziel seitens Microsoft ist natürlich, durch die Preissenkung mehr Leute zu einem Upgrade zu bewegen.
Bringen tut das zumindest hier in Deutschland kaum jemandem etwas, denn hierzulande ist es möglich, so genannte System Builder Versionen zu kaufen, die noch einmal deutlich günstiger sind. In diesen Versionen kostet Home Basic lediglich 75 , Home Premium 85 und sogar Windows Vista Ultimate 150 Euro, insgesamt also noch ein ganzes Stück günstiger. Aber auch diese Versionen rechtfertigen den Umstieg auf Vista nicht wirklich. Der Umstieg ist einzig für PC-Spieler interessant, die in den Genuss der aktuellen Grafikschnittstelle DirectX 10 kommen wollen, denn diese wird von Windows XP nicht mehr unterstützt.
Aber auch sonst lohnt sich der Umstieg nicht, denn für 2010 ist schon der Nachfolger von Vista, Windows 7, angekündigt, das sich bereits in der Entwicklung befindet. Bleibt nur zu hoffen, dass Microsoft aus den Fehlern der Vista-Distribution lernt und nicht so viele verschiedene Lizenzen auf den Markt bringt und die Preise gleich angemessen ansetzt. Sollte das nicht passieren und der Support für Windows XP komplett eingestellt werden, werden sich wohl doch noch einige User mehr überlegen, doch einmal alternative Betriebssysteme wie verschiedene Linux-Distributionen auszuprobieren. Und dann ist fraglich, ob diese wieder zu ihrem OS aus Redmond zurückkehren…
Popularität: 6% [?]

-->


hmm, also mit den systembuilder-versionen ist das argument “unangemessene preise” denke ich nicht mehr passend - die home premium für inzwischen weniger als 90€ denke ich passt schon.
ja 2010 soll der vista-nachfolger kommen, und ich finde das gut. der fehler von microsoft war xp so lange als flagschiff zu behalten und longhorn/vista immer weiter raus zu schieben! davor war ein zyklus von 2-3 jahren für neue windows-versionen normal - und die technischen neuerungen im bereich der pc-hardware und pc-nutzung rechtfertigen dies meiner meinung nach auch. die alternative ist ein xp, welches 2020 noch im support ist, und durch ständige flickbesserei (um sich an die neuen möglichkeiten und ansprüche anzupassen) kaum noch benutzbar wird.
kuck dir den artikel 2011 nochmal an, dann wird nämlich das ganze gezeter so lauten: “och nein, windows 7 ist scheisse, langsam, zu bunt, zu irgendwas - ich will vista weiter nutzen und support bis 2030!”.
@tobi: DIe System Builder Versionen sind auch nur eine Ausnahme, die gibt es nicht überall, aber in Deutschland wurde gerichtlich verfügt, dass es diese Versionen geben darf, sehr zum Missfallen von Microsoft. Soweit ich weiß, gibt es für diese Versionen nur sehr eingeschränkten Support. Die Preisrückgänge finden aber weltweit statt.
Ich glaube allerdings nicht, dass ein XP durch längeren Support weniger benutzbar wird. Das ist eine Sache der Programmierung und in Zeiten von DSL sollten auch größere Downloads kein Problem sein. Alternativ wurden die Service Packs ja auch auf diversen PC Magazinen ausgeliefert. Der wahre Grund hinter der Beendung des Supports ist, dass Microsoft die User dazu zwingen möchte, auf das neue System umzusteigen. Und das kann man ihnen auch eigentlich nicht vorwerfen, das ist nun mal so im Kapitalismus.
Und ob das 2011 wirklich so läuft, ist ebenfalls fraglich - klar werden sich viele darüber beschweren, das ist immer so und wird auch immer so bleiben, aber vielleicht schafft Microsoft es ja auch, mal ein wirklich besseres Produkt auf den Markt zu bringen. Und dann steigen vielleicht auch viele XP-User um auf das neue Windows.
Naja, abwarten und sehen, wie es läuft. Ich bleibe bis auf weiteres wohl erst einmal bei XP.
das mit dem sehr eingeschränkten support ist ne ansichtssache - du hast vollen support bis auf die telefonische service-hotline, d.h. knowledgebase, updates, servicepacks,…. kannste alles benutzen!
und ich wollte microsoft bisher sehr selten anrufen, und wenn gings weniger um service als um drohanrufe
Mittlerweile nutze ich neben XP auch Vista. Allerdings in der Ultimate Version und mittels eines MSDN Accounts. Fazit nach einer Woche? Ich bevorzuge weiter XP. Vista ist einfach zu ressourcenhungrig. Nette Spielereien und eine nette Optik reißen es noch nicht raus. Das habe ich unter Linux sogar mit weniger Aufwand. Und mein XP ist so ausgestaltet, dass es alles macht was ich will. Und das sogar erstaunlich zuverlässig.
LG aus Berlin