Liechtenstein erklärt Deutschland den Krieg
By Katja • 19. February 2008 • Category: Politik •
Keine Angst, die Mobilmachung kann durchaus noch warten. Aber der Tonfall des Erbprinzen Alois von und zu Liechtenstein angesichts der jüngsten Steueraffäre1 in Deutschland und der vermeintliche Mißkreditierung Liechtensteins wird immer schärfer. So sprach das amtierende Staatsoberhaupt von einem vollkommen überrissenem Angriff gegen Liechtenstein. Er bezeichnete die Lage als Krise, dadurch herbeigeführt, daß Liechtenstein von einem Großstaat angeschossen werde.2
Ferner mutmaßt der Prinz, Deutschland, resp. die Bundesregierung wolle in großem Stil Hehlerei betreiben.
Das kleine Land wird aber auch von anderer Seite angegriffen. Nach Meinung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist Liechtenstein für die jüngste Steueraffäre in Deutschland mitverantwortlich. Das Land profitiere von den Steuerhinterziehungen. Zudem verweigere das Land die Zusammenarbeit mit der OECD.
Der Luxemburger Regierungschef Jean-Claude Juncker will Liechtenstein auf die Tagesordnungsliste des EU- Finanz- und Wirtschaftsministertreffens am 4. März in Brüssel setzen, um das kleine Steuerparadies für die in der EU geltenden Regelungen zur Zinsbesteuerung zu gewinnen.
Verständlich, daß sich Liechtenstein unter Beschuß fühlt.
Trotzdem wird Liechtenstein aber darauf verzichten, den einzigen Kampfpanzer vollzutanken und die 20 Reservisten zu mobilisieren3. Nein, in zivilisierten Ländern klärt man so einen Konflikt selbstverständlich auf die naheliegendste Art und Weise. Richtig, man zieht vor Gericht.
Liechtenstein will nämlich die Bundesregierung verklagen.
Quelle: Reuters
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Ich finde die Story beidseitig sowas von peinlich …